Irrationale Forschung

If you ain't up on thangs

Monat: November, 2012

Gegenwärtiges Reisen

 

Die vergessenen Werke sind Ruinen der Schatten des Betrachters

„Ich bin schwer rum zu kriegen, Chief, aber du brauchst nur zu blicken“, sagen die vergessenen Werke und man steht davor, spürt salzige Tigerumarmungen auf der Netzhaut wippen: Wer hat die Fundamente freigelegt, die tätowiert waren, bevor Schatten kampierten und eigenartige Archäologen in der teleskopischen Vergangenheit digten? Die teleskopische Vergangenheit? „The Forgotten Works just go on and on and on and on and on and on and on and on and on and on. You get the picture. It’s a big place, much bigger than we are.“ (Brautigan) Wir reisen dort hin wie ein alter Mann, der dem steigenden Wasserspiegel der Zeit entkommt, in dem er einen Turm baut. Es ist ein Turm, der seine Signifikanz (und seine Identität als Turm) erst erhält, wenn man ihn distanziert betrachtet und Distanz definieren wir als Vergessene Werke. Man steht vor einem James Webb Teleskop (geraubt aus der Zukunft) und blickt in ein Rohr, das einen Schatten verfolgt, der eine schlechte Kondition hat (der wieder ein Institut verfolgt, das sehr mysteriös ist). Das Absurde an den Vergessenen Werken ist, dass Gegenstände nicht vergessen sind, wenn man sie dort sieht. So gesehen ist dieser Prozess eine dalieske, zereminiöse Geste von verklärter Klarheit. Man fragt sich: Can I get a witness? Aber diese Frage bleibt unbeantwortet und aus dieser simplen Annahme steigt ein exponentiell wachsender Ehrgeiz, der Seifenblasen zu schüchternen Immigranten macht, die mit Trenchcoat und dunklen Hüten in einer Grauzone kauern, während sie Zitate von Dali murmeln: „Und an dem Tage, als ich beschloss, Uhren zu malen, malte ich sie weich.“ Was ist dieser Text als ein Baustein, den man in den Vergessenen Werken deponieren kann und sich wieder an den Anfang stellt, hämisch ins Teleskop schaut und ganz leise hört…“Ich bin schwer zu kriegen, Chief, aber du brauchst nur zu blicken.“

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